Gut ein Monat rum und somit Zeit für ein erstes Fazit.
Ich scheine es bezüglich meiner Arbeitsstelle tatsächlich sehr gut getroffen zu haben. Inzwischen habe ich durch verschiedenste (Pflicht-) Seminare auch Anschluss an junge Leute meines Alters gefunden, mit denen man sich gut über gegenseitige Erfahrungen in der Dienststelle, dem Verein oder generell im FSJ austauschen kann. Da ich „eigentlich“ bei der Sportjugend Berlin angestellt bin, muss ich dementsprechend im Rahmen meines Freiwilligen sozialen Jahres im Sport, an Veranstaltungen teilnehmen, bei denen wir Grundlagen zur Anleitung einer Kinder- bzw. Jugendgruppe vermittelt bekommen. So komme ich dann auch kostenlos an Lizenzen wie die Jugendleiter-Karte oder die Übungsleiter C-Lizenz im Breitensport. Und eben solche Zertifkate oder Abschlüsse machen sich ja im Lebenslauf nie schlecht. So besteht meine Hauptätigkeit seit dem 03.10. darin, lustige und lockere aber teilweise auch anstrengende Seminare zu besuchen (Das WE mit eingeschlossen !!!!). Aber glücklicherweise zählen diese Veranstaltungen dann auch zu meiner Arbeitszeit. So ein Seminar besteht aber nicht nur aus Spaß, lustigen Kennenlern-Spielen und Methodenvermittlung. Langfristig bekommen wir auch Aufgaben, die wir erfüllen müssen um letztendlich zur Prüfung zugelassen zu werden. Konkret heißt dies für mich, ich muss bis 04.11. bei einer beliebigen Kinder- oder Jugendgruppe, die sich im Breitensport betätigt hospitieren, mich mit dem Übungsleiter danach abstimmen, ein Protokoll schreiben und abschließend eine eigene Lehreinheit oder Übungsstunde vorbereiten und durchführen. In Kooperation mit meiner Arbeitsstelle, dem Verein für Sport und Jugendsozialarbeit muss ich außerdem ein eigenes Projekt mit einer Jugendgruppe planen und durchführen, wobei dies für mich eher schwieriger wird, da ich nicht wie die vielen anderen FSJler mein Jahr in einem Sportverein mache, dem ich schon länger angehöre und in dem ich in diesem Jahr eine eigene Kindergruppe anleite. Ich fahre dann eher auf Abruf als Mitglied des Mobilen Teams im VSJ zu Schulen und Sportfesten und baue dort Freizeitsportangebote (wie z.B. einen BMX-Parcours) für die Kinder auf und betreue diese dann für eine bestimmte Zeit. Es wird sich aber bestimmt irgendwas für mich finden.
Klingt bestimmt alles ein wenig verwirrend aber ich kann mein Einsatzfeld und meine Tätigkeit nunmal nicht so einfach beschreiben, zumal ich jetzt auch noch partiell in der Bildungsstätte der Sportjugend Berlin, die auch im Olympiapark gelegen ist, eingesetzt werde und beim Empfang von Gruppen die dort Seminare haben, helfen soll.
Ich brauche sicherlich auch noch etwas um wirklich überall durchzublicken, aber so langsam habe ich doch schon einen groben Über- und Einblick bekommen. Bis Freitag nehme ich jetzt noch an dem FSJ-Einführungsseminar teil, an dessen Ende ich dann hoffentlich im Besitz der Jugendleiter Karte sein werde, und dann habe ich endlich mal wieder 2 Tage an denen ich länger als 7 Uhr schlafen kann. Ich freu mich schon