Heute endete meine Projektwoche mit einer 8. Klasse, die ich mit meinen beiden Kolleginnen, seit Montag unter dem Thema „Gewaltprävention“ betreut habe. Das war für uns alle mal wieder ganz gut, um dem Büroalltag zu entfliehen und tatsächlich wieder mit Jugendlichen zu arbeiten. Zu unserem Glück, war diese Klasse sehr engagiert, es gab keine grossen Probleme, und alle hatten richtig Spaß. Am Montag standen Kooperations- sowie Kennenlernspiele und Klettern im Dachseilgarten auf dem Programm. Dienstag, Mittwoch und heute haben wir versucht mit verschiedensten Spielen, Methoden und Aufgaben, den Teamgeist und das Miteinander der Kiddies zu fördern. Es war erstaunlich wie eine so zusammengewürfelte Klasse (Schüler aus Russland, Portugal, Tschechien, der Türkei, Griechenland und Deutschland), diese verschiedenen Anforderungen meisterte und zusammenhielt. Natürlich war es für mich sehr erfreulich Spiele und Ideen einzubringen, die ich in meiner Übungsleiterausbildung gelernt habe. Auch wenn es ab und zu schwierig war sich Namen wie Abnora, Angus, Omid, Izmet, Kübra und Gorki zu merken, war diese Projektwoche nicht nur für die Schüler eine willkommene Abwechslung. Hoffentlich können sie einiges für ihren Alltag aus dieser Woche mitnehmen, denn bei der abschließenden Reflektion, gaben viele an, dass sie gelernt hätten, anderen mehr zu zuhören, sich so zu akzeptieren wie sie sind und stärker zusammenzuhalten.
Auf meinem Rückweg stand ich gerade in Gedanken hinter der Fahrerkabine in der Straßenbahn, als plötzlich die Hupe laut ertönte und der Fahrer laut schimpfend versuchte die Straßenbahn zum Stehen zubringen. Doch dies half nichts und die Bahn fuhr direkt, in ein auf den Schienen stehendes Auto, welches beim Abbiegen, wohl nicht auf die Straßenbahn geachtet hatte. Aber glücklicherweise ist niemandem etwas passiert. Das Auto war zwar sehr demoliert und überall lag zersplittertes Glas, aber es wurde keiner verletzt. Mich ärgerte, dass ich dann die restlichen 3 km zu Fuß laufen musste. Ich bin irgendwie ganz schön faul geworden… Andererseits nutzte ich den Fußmarsch dann, um mein FSJ-Projekt (Werbevideo für den Hochseilgarten) weiter zu planen. Martin und Hannes, 2 FSJler die ich durch meine Arbeitsstelle kennengelernt habe, wollen mir gerne bei der Umsetzung helfen. Ich freue mich schon sehr auf unsere Zusammenarbeit und werde hier dann natürlich ab und an über den derzeitigen Stand des Projekts berichten.
Morgen beginnt dann mein Basislehrgang, das bedeutet zwar wieder auch am Wochenende „arbeiten“, aber natürlich ebenso wieder etwas Abwechslung. Meine erste richtige Arbeitswoche 2008 war aber auf jeden Fall sehr cool. So kann es weitergehen. Aber nicht unbedingt immer abschließend mit einem Straßenbahncrash.